Die kreisförmige Wirbelsäulenatmung

 

Diese Übung kann den Zugang zur eigenen Spiritualität spürbar steigern.

Der Effekt dieser Übung ist, das die Wirbelsäule durch das Umströmen mit Lebensenergie zunehmend energetisiert und magnetisiert wird.

Je nach Regelmässigkeit und Übungszeit können sich dadurch euphorische Seinszustände einstellen bis hin zum zeitweisen Wegfall des Atembedürfnisses.

 

Vorbereitung

  1. Schau nach Osten, sitze im Schneidersitz, Halblotus- oder Lotussitz auf dem Boden oder auch ganz normal auf einem geraden Stuhl ohne Armlehnen. Leg dir eine Wolldecke unter, die beim Stuhl auch bis unter die Füße reicht.
  2. Mach es dir so bequem wie möglich. Wichtig ist aber, dass du deine Wirbelsäule gerade und aufrecht hältst. Richte dich immer wieder auf, wenn deine Haltung nachlassen sollte.
  3. Rolle deine Zunge nach hinten Richtung Zäpfchen (verstärkt die Wirkung der Übung).
  4. Atme stets durch die Nase, der Mund ist geschlossen.
  5. Atme immer in den Bauch, und nur so tief ein, dass dein Brustkorb sich nur wenig hebt (ca. 80%).
  6. Übe langsam durch die leicht verengte Stimmritze zu atmen, wie bei der Ujjayi-Atmung im Hatha Yoga. Schau ggf. im Internet nach „Ujjayi Pranayama“. Du solltest mit etwas Übung in der Lage sein, entspannt 10s lang ein, und dann 10s lang auszuatmen.

Technik

  1. Schaue mit halboffenen, oder geschlossenen Augen auf den Punkt zwischen deinen Augenbrauen, 3. Auge. Lenke deine Aufmerksamkeit in deine Wirbelsäule, und stelle sie dir als hohle Röhre (Pranaröhre) vor, die vom Steißbeinende (Coccyx) im Rückenmarkskanal, bis in die Mitte deines Kopfes (dort wo deine Zirbeldrüse sitzt), und von dort aus bis zum Punkt zwischen den Augenbrauen (3.Auge) verläuft. Hinweis: Die Röhre biegt sich in der Mitte deines Kopfes sanft in Richtung Stirn, ohne am Ende des Hirnstamms grob abzuknicken.
  2. Atme nun langsam, wie geübt, ca.10s lang ein, visualisiere und spüre einen kühlen Energiestrom vom Steißbein ausgehend langsam aufsteigen (innen, also in der Mitte des hohlen Wirbelsäulenkanals), bis er das obere Ende der Röhre – das 3.Auge – erreicht. Bemesse deine Aktion so, dass das Ende deines Einatmens mit dem Eintreffen der Energieströmung an der Stirn synchron stattfindet.
  3. Halte einen Moment Inne und spüre die Energie in deiner Wirbelsäule .

     

  4. Atme nun 10s lang aus. Sende den Energiestrom (jetzt lauwarm) außen auf der Haut mittig die Stirn hoch, die Kopfhaut entlang, über den Scheitel, Hinterkopf, den Nacken runter, außen auf der Haut die Wirbelsäule hinunter zurück zum Steißbein (alles auf der Mittelachse des Körpers). Während der Ausatmung sollte sich der Energiestrom wie ein feiner, fadenartiger, lauwarmer Strom anfühlen.

    Deine Kehle erzeugt dabei, durch die verengte Stimmritze, kaum hörbar ein langgezogenes „shiiiiiiiiiiii“.

  5. Halte am Ende der Ausatmung wieder einen Moment Inne und spüre die Energie in deiner Wirbelsäule.
  6. Atme wieder ein wie in Punkt 2. usw.

Atme diesen Zyklus 12 bis 14x jeweils morgends und abends. Das reicht völlig.

Bleib danach noch ein paar Minuten mit geschlossenen Augen sitzen und spüre nach. Schenke Dir ein Lächeln!

 

Wenn du auf diese Weise fortlaufend ein- und ausatmest, kann sich dein 3. Auge und dein Steißbeingeflecht in zwei sich zunehmend aufladende Pole verwandeln. Du kannst damit eine energetische Spannung erzeugen.

Diese Spannung kann wie ein Energiemagnet wirken, der vermehrt Energie aus deinen höherdimensionalen Ebenen anzieht. Je regelmässiger du übst, um so stärker können sich die beiden Pole aufladen, was dann schnell sehr deutlich spürbar werden kann :-)

 

Physikalisch gesehen fließt die Atemluft natürlich nicht innerhalb der Wirbelsäule hoch und aussen wieder hinunter, aber die an den Atem gekoppelte Lebensenergie kann durch Willenskraft und Visualisierung nun bewusst gelenkt werden, anstatt unbewusst zu verströmen, wie beim alltäglichen Atmen.

 

Ich hoffe diese Übung hilft auch dir, intensiver mit dir selbst in Verbindung zu kommen.

 

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Quelle: http://saladeyoga-angiras.blogspot.com/2010/05/paramahansa-yogananda.html

aus dem Portugiesischen frei übersetzt, gekürzt und zusammengefasst.

 

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Diese Informationen werden nur für Lehrzwecke zur Verfügung gestellt. Medizinischer Rat wird weder angedeutet noch beabsichtigt. Für medizinischen Rat bitte einen Arzt konsultieren. Bitte als mündiger und selbstbestimmter Erwachsener handeln und entscheiden.